Energiekosten im nächsten Jahr

Ab Januar 2010 werden elektronische Stromzähler in alle Neubauten und bei Sanierungen eingebaut.
Sie sollen dafür sorgen, dass die Kunden einen besseren Überblick über ihren verbrauchten Strom bekommen. Die so genannten Smart Meter zeigen den Verbrauch des letzten Tages, Monats und Jahres an, so dass der Kunde genau nachvollziehen kann wie sein täglicher Stromverbrauch aussieht und die Energie dann effizienter nutzen kann. Je nach Anbieter gibt es auch die Möglichkeit die Funktionen des Stromzählers zu erweitern und man kann am PC nach schauen wann man den meisten Strom verbraucht und dann Maßnahmen ergreifen um den Stromverbrauch zu senken.
In zehn Jahren sollen so gut wie alle Haushalte in Deutschland, egal ob Alt- oder Neubau, einen solchen Stromzähler besitzen. Ab Januar kann sich, wer im Altbau wohnt den Smart Meter auch auf eigene Kosten zulegen, diese liegen bei circa 150 Euro.
Für viele Kunden steigen die Strompreise zum Jahreswechsel, allerdings gibt es auch viele Stromanbieter, deren Preise stabil bleiben oder die ihre Preise sogar senken. Grund für die Erhöhung der Strompreise ist, dass die Stromanbieter viel Geld für den Transport des Offshore-Stroms von der Küste in die Haushalte bezahlen müssen. Außerdem ist angedacht, dass die Stromleitungen nicht mehr nur in eine Richtung gehen und den kommerziell erzeugten Strom an die Kunden liefern, sondern auch den Strom der privat erzeugt wird in das Stromnetz einspeisen. Ein Großteil des von den Verbrauchern bezahlten Stroms fließt allerdings in den Staatshaushalt. Mittlerweile sind 40% des Preises den wir zahlen Abgaben und Steuern und gehen an den Staat und nicht an die Stromkonzerne. Den Bau neuer Kraftwerke blockiert die Bundesregierung allerdings durch lange und aufwändige Genehmigungsverfahren, obwohl man meinen könnte, dass die Regierung wegen des Geldes das ihnen der Strom einbringt ein Interesse daran hätte wenn mehr Strom produziert würde. Außerdem ist die Erneuerung der alten Kraftwerke und der Neubau von Kraftwerken auch wichtig für den Klimaschutz, da 30 Jahre oder ältere Kohlekraftwerke keine CO2-Ausstoß-Regulierungsmechanismen haben.
Wie genau sich die Strompreise im nächsten Jahr entwickeln und was die neuen Stromzähler wirklich bringen werden, wird sich in Zukunft zeigen.