Eu-Energielabel für Fernseher

In den letzten Jahren haben sie verstärkt Einzug in die deutschen Wohnzimmer gehalten – Flatscreens. Röhrenfernseher werden auf dem Markt inzwischen kaum noch nachgefragt und befinden sich entsprechend selten im Angebot der Elektrofachmärkte. Doch mit den immer größer werdenden Flachbildfernsehern geht bei einigen Herstellern auch ein hoher Energieverbrauch einher. Leider war es bisher schwierig zu erkennen, wie viel Energie der Fernseher verbraucht, doch Ende diesen Jahres wird sich die ändern.

Was bei anderen großen Elektrogeräten im Haushalt schon längst Standard ist, wird nun auch für Fernseher verpflichtend. Ab dem 30. November 2011 werden auch die Flatscreens ein EU-Energielabel tragen müssen, was den Energieverbrauch bei laufendem Betrieb genauso anzeigen wird wie den Jahresverbrauch. Durch die bekannte Kennzeichnung mit Noten von A bis G lässt sich leicht erkennen, ob der Fernseher ein Stromfresser ist oder nicht.

Jetzt schon sparen

Natürlich kann man auch bei seinem bereits vorhandenen Fernseher eine Menge Geld sparen, wenn man sich darum bemüht. Hilfreich, nicht nur im Falle des Fernsehers, ist der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter. Hat man einen älteren Plasmafernseher, so hilft es häufig schon, dessen Helligkeit zu reduzieren. Oft ist dies durch einen einfachen Knopfdruck möglich. Die Helligkeit ist der größte Stromfresser, sowohl bei alten als auch bei neuen Plasmafernsehern. Und auch bei LCD-Geräten macht es Sinn, die Hintergrundbeleuchtung zu reduzieren, um den Energieverbrauch zu vermindern. Auf keinen Fall sollten die Geräte im Stand-by-Betrieb genutzt werden, denn dies verbraucht auf unnötigste Weise Strom. Lieber einen abschaltbaren Mehrfachstecker kaufen.

Plasma = Stromfresser!

Plant man den Kauf eines neuen Gerätes, kann man bereits jetzt auf vielen Fernsehern das EU-Energielabel finden. Da einheitliche Richtlinien gelten, entsprechen auch die heute mit Label angebotenen Geräte schon den kommenden Standards und können bedenkenlos gekauft werden. Auf keinen Fall sollte man einen Fernseher kaufen, der nicht der Klasse A entspricht. Geräte mit schlechterer Klassifikation verzichten zu oft auf Strom sparende Technik. So fehlen ihnen zum Beispiel häufig Sensoren, die die Helligkeit des Fernsehers an das Umgebungslicht anpassen. Diese Fernseher verbrauchen deutlich mehr Strom als solche, die über diese Technik verfügen. Grundsätzlich gilt, dass Plasmafernseher deutlich mehr Strom benötigen als LCD-Geräte oder OLEDS. Das liegt daran, dass bei Plasmafernsehern der Stromverbrauch proportional zur Helligkeit des Bildes ist. Je heller das Bild wird, desto höher ist auch sein Stromverbrauch.

Achtet man bei Kauf auf diese Faktoren, so ist es möglich, im Lebenszyklus des Fernsehers eine Menge Geld zu sparen. Selbst wenn ein energiesparendes Gerät teurer ist als eines das mehr verbraucht, rentiert sich der Kauf von Ersterem mit der Zeit.